Probiotika

Historie

Metschnikoff Probiotika BactoFlor

Die Idee mit lebenden Mikroorganismen die Gesundheit zu stabilisieren (heute sprechen wir von Probiotika) ist schon mehr als 100 Jahre alt und geht auf den ukrainischen Forscher Ilja Metchnikoff zurück. Metchnikoff erforschte damals die Ursache der hohen Lebenserwartung bestimmter Bevölkerungsgruppen aus dem Kaukasus und aus Bulgarien. In seinen Studien stellte er fest, dass diese Gruppen traditionell große Mengen von Sauermilchprodukten, die milchsäurebildende Bakterienkulturen beinhalten, zu sich nahmen.

Da er diese Kulturen auch noch mehrere Wochen nach deren Einnahme im Stuhl nachweisen konnte, führte er den besseren Gesundheitsstatus auf geringere Infektionen, insbesondere Darminfektionen, zurück, die sich infolge der Aufnahme von milchsäurebildenden, probiotischen Kulturen eingestellt hatten. Bei seinen Untersuchungen entdeckte und beschrieb er die Funktion von Makrophagen (Zellen des Immunsystems), wofür ihm 1908 der Nobelpreis für Medizin verliehen wurde.

Heute sind Probiotika sehr populär und werden in einer nahezu unüberschaubaren Vielzahl von Produkten eingesetzt. Das Spektrum reicht dabei von Milchprodukten, Babynahrung, Getränken über Wurstwaren bis hin zu konzentrierten Produkten als Pulver, Kapseln oder Tabletten.

Qualitative Anforderungen

Die Herausforderung bei dem Einsatz von probiotischen Kulturen in allen erwähnten Produktgruppen besteht in deren Konservierung, da es sich bei ihnen um lebende Mikroorganismen handelt, die stoffwechselaktiv sind, wenn sie Umweltbedingungen mit Sauerstoff und Wasser vorfinden. Deshalb unterliegen Probiotika in vielen Produkten, wie z.B. Joghurts, einem sehr kurzen Lebenszyklus.

Um probiotische Eigenschaften auch noch zum Zeitpunkt des Verzehrs ausüben zu können werden die Kulturen in Konzentraten üblicherweise gefriergetrocknet. Bei diesem Verfahren wird den Zellen allmählich Wasser entzogen, damit sich deren Stoffwechsel verlangsamt bis ein Stillstand erreicht ist. In diesem Zustand überdauern die Bakterien längere Zeit unbeschadet und lebensfähig. Ein erneuter Kontakt mit Wasser setzt deren Stoffwechsel wieder in Gang und verwandelt sie zu biologisch aktiven, vermehrungsfähigen Mikroorganismen, welche im Gegensatz zu Produkten mit abgetöteten Mikroorganismen oder einzelnen Bestandteile von ihnen das gesamte Spektrum probiotischer Effekte ausüben können.

Abhängig von den individuellen Eigenschaften, jeweiligen Lagerbedingungen und Umweltfaktoren verlieren aber auch gefriergetrocknete Kulturen allmählich innerhalb von Wochen bis Monaten ihre Lebensfähigkeit.

Mikroverkapselung >>>Längere Lagerstabilität

Um die Kulturen in den BactoFlor Produkten haltbar zu machen und deren Konzentrationen zum Zeitpunkt der Aufnahme zu gewährleisten, werden die enthaltenen Kulturen in einem innovativen Verfahren vor der Gefriertrocknung mikroverkapselt.

Probiotika Verkapselung BactoFlor

Das bei BactoFlor angewandte Mikroverkapselungsverfahren besitzt u.a. die Besonderheit, dass es bereits vor dem Gefriertrocknungsprozess durchgeführt wird, damit das Zellgerüst der Bakterien Festigkeit erlangt und die empfindlichen Kulturen während dieser Stresssituation nicht inaktiv werden.

Während der anschließenden Lagerzeit sind sie vor äußeren Einflüssen besser geschützt und weisen dadurch im Endprodukt deutlich höhere Konzentrationen aus, wie die nachfolgende Untersuchung darlegt.

Probiotika BactoFlor

Natürliche Stabilität gegenüber den Magensäften >>>Höhere probiotische Effektivität

Für alle probiotischen Produkte gilt ferner das zentrale Kriterium, dass die enthaltenen Kulturen in einer möglichst großen Anzahl in den Darm gelangen müssen, damit sie ihre probiotischen Effekte in optimaler Weise ausüben können.

Jeder probiotische Stamm besitzt individuelle Eigenschaften, welche nicht auf einen anderen Stamm übertragen werden können. Die überwiegende Anzahl reagiert äußerst empfindlich gegenüber den Magen- und Gallensekreten und verliert ihre Lebensfähigkeit bzw. Aktivität, sobald sie diesen Einflüssen ausgesetzt sind. Anschließend können sie nur einen geringen probiotischen Effekt entfalten.
Diejenigen Stämme, welche eine natürliche Resistenz gegenüber den Verdauungssäften besitzen, überstehen nicht nur die Magenpassage unbeschadet, sondern sie zeichnen sich durch eine vorteilhafte Robustheit im Darm aus. Sie können sich dauerhafter an der Darmwand etablieren und andere Mikroorganismen besser verdrängen.

Vor der Verwendung eines probiotischen Stammes in BactoFlor wird deshalb ein umfangreiches Stabilitätstestverfahren durchgeführt

Jeder einzelne Stamm

  • übersteht ohne nennenswerte Keimzahlverluste eine 3-stündige Inkubation bei 37° C in einer Magensaftlösung mit pH 3,0
  • hat eine hohe Vermehrungsrate auch unter der Zugabe von Gallenflüssigkeit in einer Konzentration von 10%

Diese nachgewiesene Stabilität unterscheidet die BactoFlor-Stämme deutlich von anderen Produkten, bei denen lediglich die pauschale Behauptung aufgestellt wird, dass die Kulturen die Magenpassage in großer Zahl überstehen.
Ferner kann darauf verzichtet werden magensaftresistente Hilfsstoffe zu verwenden, welche die Kapseln oder Tabletten vor einer Auflösung im Magen schützen.

pH-Wert des Magens

pH-Wert des Magens



pH-Wert des Magens


Der pH-Wert im Magen schwankt im Laufe des Tages abhängig von der Nahrungsaufnahme. Während er in nüchternen Phasen bei Werten zwischen 1-2 liegt, steigt er auf 5-6 nach den Mahlzeiten an und sinkt anschließend wieder in den Bereich von 1-3 zurück, sobald der Mageninhalt in den Dünndarm übertritt.
Im nüchternen Zustand kann nur eine kleine Anzahl von Mikroorganismen den Magen in einer Konzentration von 10-103 KBE /ml besiedeln. Wenn Nahrung in den Magen gelangt wird der pH-Wert des Mageninhaltes rasch auf einen Wert von pH 4,0 angehoben. Als Folge vermehren sich die Bakterien auf ca. 103-104 KBE/ml. In diesem pH-Bereich gelangen die BactoFlor Kulturen zu 100% sicher durch die Magenpassage.

Frei von allergenen Bestandteilen>>>Optimale Verträglichkeit

Alle BactoFlor Produkte sind frei von Gluten, Laktose, künstlichen Farb- und Konservierungsstoffen, Milcheiweiß sowie Süßungsmitteln, so dass sie auch für Personen mit Intoleranzen gegen bzw. Allergien auf die genannten Nahrungsmittel geeignet sind.

Ausgewählte Verpackungsmaterialien>>>Maximale Lagerstabilität

Um die erhaltene Stabilität und robusten Stämme während der Lagerzeit nicht zu gefährden kommen für BactoFlor nur ausgesuchte und besonders gut geeignete Verpackungsmaterialien zum Einsatz.

Es werden entweder lebensmittel- und pharmagerechte HDPE-Dosen oder sog. Alu-Alu-Blister verwendet.
Erstere bieten gute Barriereeigenschaften gegenüber Wasserdampf und Sauerstoff und können induktionsversiegelt werden. Bei der sog. Induktionsversiegelung wird der Behälterrand durch Verschmelzen eines im Deckel sitzenden Siegels hermetisch abgedichtet und bietet einen vorteilhaften Schutz gegenüber sog. selbsthaftenden Siegeln, die sich leicht abziehen lassen und einen unzureichenden Schutz bieten.

Alu-Alu-Blister Probiotika BactoFlor

Probiotische Produkte mit einer extrem hohen Keimkonzentration mit über 10 Mrd. KBE pro Einheit sollten vor den genannten Umwelteinflüssen besonders wirksam geschützt werden. Deshalb kommen für BactoFlor 10/20 nur sog. Alu-Alu-Blister zum Einsatz. Die Kapseln werden beidseitig von einer Verbundfolie umhüllt, in welche eine gegenüber Sauerstoff und Wasserdampf undurchlässige Aluminiumfolie eingearbeitet ist. Diese bietet die maximale Barriere.

Herstellung unter Qualitätssicherung>>>Gleichbleibende Güte

Da mit probiotischen Präparaten lebende Mikroorganismen in den Körper gelangen, bestehen für deren Produktion umfangreiche Sicherheitsanforderungen.

Die Bakterienstämme aller BactoFlor Produkte erfüllen zunächst als wesentliche Voraussetzung die exakte taxonomische Zuordnung zu Mikroorganismen und besitzen kein gesundheitliches Risiko. Zusätzlich entsprechen sie dem international gültigen “GRAS” Standard (Generally Recognized As Safe), so dass sie für die Aufnahme in den menschlichen Organismus geeignet und sicher sind.

Die Herstellung erfolgt unter strengen GMP-Standards (Gute Herstellungspraxis der pharmazeutischen Industrie). Die acht Herstellungsschritte werden beispielsweise von 17 unterschiedlichen Maßnahmen zur Qualitätssicherung begleitet, die insgesamt 61 mal durchgeführt und protokolliert werden.

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